Geburtstagsgrüße

Der Geburtstag - unter Jugendlichen auch gerne "Birthday" genannt - ist ein schöner Anlass, Freunde, Arbeitskollegen, Verwandte und Bekannte mit Geburtstagswünschen zu ihrem Wiegenfest zu gratulieren. Geburtstagsgrüße sind eine freundliche Selbstverständlichkeit im großen Netz der Beziehungen, die unser Leben ausmachen. Doch wer hätte gedacht, dass die Feier des eigenen Geburtstags, das Beehren eines anderen mit Geburtstagssprüchen, das Beschenken und sogar die Geburtstagstorte, längst nicht in allen Weltgegenden üblich sind und auch bei uns eine eher kurze Geschichte haben?

Geschichte des Geburtstagsfestes

Zwar gab es schon in der griechischen Antike den Brauch, Geburtstage zu feiern. Das hatte jedoch den Hintergrund, an diesem Tag die Schutzgötter der jeweiligen Person anzurufen und ihre Hilfe zu erflehen. Geschenke gab es auch, diese waren allerdings nicht für das Geburtstagskind bestimmt, sondern dienten als Opfer für die Götter. Oftmals taten sich Gruppen von Menschen zusammen, die denselben Geburtstag hatten, um die Feier gemeinsam auszurichten. Diese antiken Geburtstagsfeiern sind im eigentlichen Sinn als religiöse Rituale, also als Gottesdienste zu verstehen. Interessant ist, dass es zu der damaligen Zeit in der griechischen Hochkultur eine eigene Gedichtform für Geburtstagssprüche gab. Ein solches Gedicht wurde Genethliakon (im Plural Genethliaka) genannt, was übersetzt so viel wie "die Geburt betreffend" bedeutet. Diese Geburtstagssprüche in freier Versform bezogen sich immer auf die griechische Mythologie, also auf die Götterwelt und die entsprechenden Schutzgötter der Person. Von der griechischen Kultur übernahmen die Römer diese Form und entwickelten sie als carmina natalicia (Geburtstagslieder) weiter. Bis es dazu kommen konnte, dass die römischen Gedichte zum Vorläufer unserer Geburtstagsgrüße bzw. Geburtstagsgedichte wurden, musste jedoch noch eine lange Zeit vergehen.

Der Geburtstag und die Bedeutung des Kalenders

Um nämlich überhaupt den Tag der Geburt festhalten zu können, braucht es eine Kultur, die auf einem Kalendersystem aufbaut und das war im nördlichen Europa noch lange nicht der Fall. Erst mit dem Christentum hielt der Kalender Einzug. Zunächst feierte man jahrhundertelang allerdings nicht den Geburts- sondern wenn überhaupt den Namenstag. Dieser geht zurück auf den Brauch, jedem Heiligen der christlichen Kirche einen eigenen Tag im Kalenderjahr zu zuordnen. Bei seiner Taufe erhält das Kind den Namen eines Heiligen und dessen Tag im christlichen Jahresverlauf ist nun der eigene Namenstag. Der tatsächliche Geburtstag wurde allenfalls von Herrschern oder hochgestellten Persönlichkeiten für so wichtig erachtet, dass er gefeiert werden musste. Tatsächlich verbreitete sich die private Geburtstagsfeier von ganz normalen Bürgern zunächst nur in protestantischen Gegenden und setzte sich dann erst im 19. Jahrhundert flächendeckend auch in den katholischen Gebieten durch.

Der Geburtstag in anderen Kulturen

Interessant ist, dass andere Religionen oder Kulturen die Feier des eigenen Geburtstages zum Teil als unangemessen oder überflüssig betrachten. Manche konservative Muslime beispielsweise halten eine Geburtstagsfeier für nicht der Religion entsprechend und in der chinesischen Kultur ist der individuelle Ehrentag weit weniger wichtig als kollektive Feste wie etwa das Neujahrsfest.

Geburtstagsbräuche

Bei uns ist es überall Sitte, jemandem, der Geburtstag hat, die Hand zu schütteln und ihm alles Gute zu wünschen. Wenn es nicht möglich ist, die Glückwünsche persönlich auszusprechen, dann schickt man eine Geburtstagskarte, oder weniger förmlich eine SMS oder E-Mail. Die meisten Menschen freuen sich auch über einen Anruf zum Geburtstag. Es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass es in diesem Punkt auch die weniger verbreitete Auffassung gibt, es sei unhöflich am Geburtstag anzurufen, weil der Betreffende unter Umständen mit seiner Feier vollauf beschäftigt ist. Wer in dieser Hinsicht unsicher ist, weil er den Jubilar vielleicht nicht sehr gut kennt, liegt mit höflichen Geburtstagsgrüßen auf einer schönen Karte in jedem Fall richtig. Was Geschenke betrifft, so ist es üblich, dem Jubilar zu einer Feier eine schön verpackte Überraschung mitzubringen. Unter Kollegen sollte das Geburtstagskind je nach Brauch eine Kleinigkeit, wie eine Flasche Sekt oder einen Kuchen, in den Betrieb mitbringen. Hier ist in den meisten Fällen nur zu einem runden Geburtstag ein Geschenk üblich, ansonsten unterschreiben die Kollegen eine Geburtstagskarte mit einem passenden Geburtstagsspruch. Zu besonderen Geburtstagen gibt es in verschiedenen Landesteilen auch noch spezielle regionale Bräuche, die vom "Panieren" (Mehl über den Kopf schütten zum 16. Geburtstag) in Norddeutschland bis zum "Treppenfegen" (unverheiratete Männer fegen am 30. Geburtstag die Rathaustreppe) in Westfalen reichen. Um hier nicht in die Fettnäpfchen unbekannter Rituale zu treten, ist es am besten, bei dem zu bleiben, was das Geburtstagskind nicht nur erwarten kann, sondern auch in jedem Fall freut: persönliche Geburtstagsgrüße.

Geburtstagsgrüße stärken die Verbundenheit

Es ist zwar eigentlich nur ein zufälliger Tag, der Geburtstag, er hat in unserem Sozialleben aber wichtige und schöne Funktionen. Zum Geburtstag versichert man langjährigen Freunden oder engen Verwandten mit individuellen Geburtstagssprüchen, dass man die Freundschaft hochschätzt und nicht für selbstverständlich hält. Man kann aber auch Bekannten, mit denen man sich vielleicht eine etwas engere Beziehung wünscht, herzliche und persönliche Grüße schicken und so die Beziehung vertiefen. Wenn es einen Menschen gibt, mit dem man in einem Konflikt lebt, den man gerne bereinigen würde, kann ein ehrlicher Glückwunsch zu einem guten Türöffner werden. Lockere Geburtstagssprüche für die Kollegen stärken die gute Atmosphäre im Arbeitsleben. Und für derlei Geburtstagswünsche ist es dem Beehrten eine Freude, sich ebenso von ganzem Herzen zu bedanken!

So schreibt man schöne Geburtstagsgrüße

Nicht jeder ist der geborene Dichter, dem schnell mal stilsichere Geburtstagsverse aus der Feder fließen oder der ein riesiges Repertoire an passenden Zitaten zur Verfügung hat. Dennoch kann jeder gute Geburtstagssprüche schreiben, wenn er einige einfache Regeln beherzigt.

1. Stellen Sie sich folgende Fragen

Zunächst einmal ist es wichtig, sich zu überlegen, in welcher Beziehung man zu dem Geburtstagskind steht.

  • Handelt es sich um einen engen Freund, einen sympathischen Kollegen oder einen entfernten Verwandten?
  • Ist das Verhältnis eher formell, sehr herzlich oder nur oberflächlich?
  • Wie oft sieht man sich, wie lange hat man sich vielleicht nicht gesehen?
  • Wie gut kennt man sich und was weiß man voneinander?
Wenn man sich diese Fragen beantwortet, hat man auch schon eine klare Richtung, was den Stil betrifft: lustig, humorvoll, herzlich, respektvoll oder gerade den richtigen Abstand wahrend.

2. Achtung bei der Stilauswahl!

Besonders ein humorvoller Stil kann eine Stolperfalle sein, denn man darf nie voraussetzen, dass der andere den eigenen Humor auch teilt. Einen humorvollen Stil sollte man nur für wirklich enge Freunde wählen.
Herzlichkeit ist angemessen bei engen Freunden und Verwandten. Aber auch entferntere oder ältere Verwandte kann man mit einem herzlichen Stil erfreuen.
Gegenüber Vorgesetzten oder älteren Menschen ist ein respektvoller Stil selbstverständlich.
Was Kollegen oder eher oberflächliche Bekannte betrifft, so gilt es hier einen Stil zu wählen, der einen angemessenen Abstand wahrt, so dass er andere sich nicht bedrängt fühlt. Mit dem richtigen Stil ist alles andere dann relativ einfach.

3. Was sollte man wünschen?

Es gilt, dem Geburtstagskind mit einem persönlichen Satz Glück zu wünschen. Dabei kann man etwa Bezug nehmen auf das, was den Jubilar im kommenden Lebensjahr erwarten möge oder dass sich bestimmte Hoffnungen erfüllen sollen. Man kann aber auch Bezug auf Vergangenes nehmen und aus den positiven, vielleicht auch gemeinsamen Erfahrungen Wünsche für die Zukunft formulieren. Richtig liegt man immer mit dem, was man selber ehrlich meint. Ehrlichkeit überträgt sich in den Geburtstagswünschen. Auch wenn ein Satz vielleicht nicht ganz perfekt formuliert ist oder ein sprachliche Bild etwas holpert, man kann sich trotzdem sicher sein: Geburtstagsgrüße von Herzen kommen an!

Abschließend bleibt uns nur noch eines: Wir möchten all unseren Besuchern viel Spaß mit den Zahlreichen Vorlagen rund um das Thema Geburtstagsgrüße wünschen!

Die neuesten Geburtstagsgrüße

Wer mit Sechzig noch gerade steht
und noch ohne Krückstock geht,
hat heut' Grund sein Glas zu erheben
und dem Grad' steh'n zu entschweben!

Herzliche Glückwünsche zum 60. Geburtstag!

Autor: unbekanntKategorie: Geburtstagsgrüße zum 60. Geburtstag

Redet mir nicht von sechzig Jahren,
Redet mir nicht von Kräftesparen,
Der eine vertut's und hat's doch immer,
Der andre spart's und gebraucht's doch nimmer.
Hab ich die Sechzig nun erklommen,
Und Gott erhält mir in allen Gnaden
Die Lust an seiner Wälder Pfaden,
Den fröhlichen Blick zwischen Licht und Wahn,
Und liebe Menschen zugetan,
Wohlan, so mögen auch siebzig kommen!

Autor: Johann Georg FischerKategorie: Geburtstagsgrüße zum 60. Geburtstag

Sechzig Jahr und voll bei Verstand
Ich reich' die Gratulantenhand.
Geistige Klarheit auch weiterhin
Die wünsch' ich Dir, denn das macht Sinn.
Drum leere ich zu diesem Zweck
auch Deine Klaren für Dich weg.
Prost, auf Dich und alles Gute zum 60.!

Autor: unbekanntKategorie: Geburtstagsgrüße zum 60. Geburtstag
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